Wie sieht Berufswahlorientierung in Griechenland aus? Was meint
der Begriff der „Ko-Kreation“ in der Internationalisierung von Berufsbildung? Und wie können deutsch-griechische Innovationsprozesse in der Berufsbildung, insbesondere im Bereich von Green-Tech Innovationen in der Elektronik – aussehen? Zwei Tage lang beschäftigten sich Vertreter_innen der Projektpartner_innen im Projekt GRÆDUCATION auf der Transferveranstaltung „Joint Innovation for future competences“ mit solchen Fragestellungen.

Am ersten Tagungstag im Gelsenkirchener Wissenschaftspark lag der Fokus auf der Internationalisierung von Berufsbildung im Allgemeinen, den Bedarfen in der
Berufsbildung in Griechenland und Potenziale zur deutsch-griechischen Kooperation im Bereich der Berufswahlorientierung. Vorträge von, unter anderem, Silke Steinberg (FIAP e.V.) über „Ko-Kreation in der Internationalisierung von Berufsbildung“, Nicky Gounda (DGIHK) zu Berufsbildungsbedarfen in deutsch-griechischer Zusammenarbeit und Wolfgang Jung über Berufswahlorientierung für Green-Tech Berufe im Projekt GRÆDUCATION wurden ergänzt durch interessante Diskussionsrunden zur selben Thematik von Hannes Barske (DLR/PT), Stella Karava (OAED), Athina Nella (IEP), Prof. Dr. Stefan Goch (ISG), sowie weiteren Expert_innen des OAED, IEP, der DGIHK, des ISG und der HBZ Münster. Der Tenor: Der offene, kollaborative Ansatz des Projektes GRÆDUCATION bietet insbesondere Spielraum dazu, auf die Bedarfe beider Seiten einzugehen und innovative Prozesse zu ermöglich. Dies wurde insbesondere am zweiten Tag deutlich, an dem es um die bereits erreichten Ergebnisse der Zusammenarbeit ging.

Der zweite Tagungstag bei der HBZ Münster bot die Möglichkeit, über die Details der Innovationsprozesse im Projekt GRÆDUCATION ins Gespräch zu kommen. Sowohl die griechische als auch die deutsche Seite, vertreten durch das Team der griechischen Lehrer des OAED, sowie Dr. Klaus Landrath, Sabine Heine, Tobias Vogel und Roland Laabs (HBZ Münster), konnten Einblicke in die Entwicklung neuer Curricula im Bereich der Elektronik, sowie die Integration von Green-Tech-Innovationen in den Curricula liefern. Die Abschlussdiskussion, bei der Dr. Christina Norwig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung auch noch einmal die Intentionen des Ministeriums in dieser Förderlinie hervorhob, verdeutlichte die Vorteile des ko-kreativen, kollaborativen und ergebnisoffenen Prozesses im Projekt GRÆDUCATION. Dieser Ansatz bewirkt insbesondere den hohen Grad an Identifizierung und Engagement, der bei allen Partnern spürbar ist. Eine abschließende Führung durch die Werkstätten des HBZ Münsters und ein Workshop des OAED und IEPs rundeten eine sehr erfolgreiche Transferveranstaltung ab. Ende Juni treffen sich die Projektpartner_innen in Thessaloniki und Athen um dort in Summer Camps junge Griechen für die neuen Ausbildungsmöglichkeiten und die Entwicklung einer neuen Berufsbildungskultur zu gewinnen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://graeducation.org.